Neuer Schützenbezirk möchte Bezirkskader Vogelsberg gründen
Sichtungsschießen in Wallenrod durchgeführt – Talent- und Nachwuchsförderung im neuen Bezirk
Zu einem Sichtungsschießen waren vergangenes Wochenende knapp 30 Jungschützen aus den Vereinen des Schützenbezirks Vogelsberg, nach den bisher erzielten Durchschnittsergebnissen der aktuellen Wettkampfsaison und den zusätzlichen Meldungen der Vereine, vom Jugendvorstand eingeladen. Von den eingeladenen Schützen nahmen am Sonntagmorgen 18 Teilnehmer/-innen den Termin wahr, um sich leistungsmäßig am Schießstand in Wallenrod zu präsentieren. Die Chance konnte genutzt werden, um in den neuen Bezirkskader aufgenommen zu werden. Auch für die Trainier der Vereine eine gute Möglichkeit vom Wissen zu profitieren. Die Schützlinge kamen aus den Vereinen Herbstein, Wernges, Kirtorf, Rebgeshain, Crainfeld und Meiches. Trotz des Faschingswochenendes und des Wintereinbruches am Sonntagmorgen, ist der Jugendvorstand mit der Teilnehmerzahl zufrieden. Wobei noch einige gemeldete Schützen krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen sind. Unter Beobachtung des Trainierteams vor Ort, wurde zweimal ein Zwanzig- Schussprogramm auf die elektronische Anlage geschossen. Im Zusammenhang mit dem Durchschnittsergebnis der aktuellen Wettkampfrunde und des getroffenen Ergebnisses der bevorstehenden Bezirksmeisterschaft, werden die Trainer des Bezirkes danach 12-16 Nachwuchsschützen auswählen, welche in dem neu aufgestellten Bezirkskader trainieren dürfen. Diese Möglichkeit stellt der hessische Schützenverband den neuen Bezirken und möchte somit die Nachwuchsarbeit im Schießsport fördern. Die beiden Trainerinnen Tanja Klaus (Wallenrod) und Daniela Boppert (Hopfgarten) möchten zusammen mit der Hilfe des Jugendvorstandes, insbesondere Lisa Hartmann (Meiches), ein tolles leistungsstarkes und motiviertes Team für den Bezirk Vogelsberg aufstellen. Außerdem soll der Bezirkskader für die teilnehmenden Schützen ein eventuelles „Sprungbrett“ zur Aufnahme in den D-Kader des Hessischen Schützenverbandes sein. Eine Chance, die die leistungsstarken Nachwuchsschützen durchaus nutzen könnten. Mit Leonie Kimpel, Julia Luft, Lea Ruppel, Daniela Schäfer, Sophia Eifert, Fatima Lubrich, Lisa-Marie Wolf, Antonia Sofie Ziegler und Finja Schönhals sind bereits neun Mädchen aus dem Bezirk Vogelsberg im Kader des hessischen Schützenverbandes vertreten. Die Mädchen kommen aus den Vereinen Lanzenhain, Herbstein, Wallenrod, Meiches und Ober-Breidenbach. Was man immer wieder an den starken Ergebnissen sehen dann.
Durch intensive Trainingstage mit Theorie und einer Menge Praxis soll den jungen Sportlern im Bezirkskader das Luftgewehrschießen noch intensiver vermittelt werden. Natürlich sollen auch die heimischen Trainier im Verein mitarbeiten und ihre Schützlinge im wöchentlichen Training unterstützen und weiterhin fördern.
Zum diesjährigen Bezirksauswahlschießen zum Ende des Jahres, soll das Kaderteam bestmöglich geschult sein, um den Bezirk Vogelsberg würdig vertreten zu können. Das Training soll die Sportler natürlich auch auf Meisterschaften vorbereiten. Vor Ort am Sichtungsschießen in Wallenrod war auch Bezirksschützenmeister Wilfried Becker, um sich ein Bild von der Veranstaltung machen zu können. Über die rege Teilnahme der jungen Sportler war er sehr zufrieden. Für die Trainierinnen war nicht nur das eigentliche erzielte Ergebnis maßgebend, sondern auch die Motivation und die Kommunikation der Jungen und Mädchen wichtig. Es stellte sich im Laufe des Tages heraus, dass zum Beispiel der Luftgewehr- Drei-Stellungskampf in vielen Vereinen weitgehend unbekannt ist und dieser fast überhaupt nicht im Training angeboten wird. Doch das Interesse, diese Disziplin einmal auszuprobieren, bei vielen der Nachwuchsschützen vorhanden ist. Auch dies soll ein Baustein des Kadertrainings sein. Der Äußere Anschlag wurde während des Schießens analysiert, die Technik, der Ablauf und auch die Nervenstärke der Schüler und Jugendlichen bewertet. Nach einem ersten Schießen in zwei Durchgängen und einer gemeinsamen Mittagspause mit „Hot Dogs“, waren alle Teilnehmer für den Anfang erst einmal zufrieden. Das zweite Wettkampfprogramm des Tages viel einigen etwas schwerer zu bewältigen. Das umfangreiche Schussprogramm und die Ausdauer muss erst einmal trainiert werden. Doch einige agierten routiniert und souverän und meisterten die nächsten 20 Schüsse grandios und ohne größere Schwierigkeiten. 195 Ringe fielen als bestes Ergebnis einer Schützin auf. Doch auch etliche Resultate im hohen 180er Bereich wurden verzeichnet. Nach dem eigentlichen Schießen und Beurteilen wurden die Schützen vom Trainer- und Betreuerteam verabschiedet. Nun wird untereinander beraten, die Bezirksmeisterschaften im März abgewartet und dann die Teilnehmer für den Kader zusammengestellt.